Freitag, 13. Juli 2018

We are Legion (We are Bob)

Über die letzten Jahre habe ich mehr und mehr gemerkt, dass ich die SciFi gemieden habe, irgendwie teilte sich das Genre immer mehr in wirklich leichte Unterhaltung oder aber tief dystopische Szenarien auf. Was mir definitiv fehlte war wirklich optimisitische SciFi im Sinne von Star Trek ... also dem alten Star Trek mit dem ich in den 90ern aufgewachsen bin.

Tja, und dann stolpert man über eine Buchempfehlung im Heise Forum...
Das Szenario ist eigentlich genial: Was passiert wohl wenn man einen Nerd und Ingenieur des frühen 21. Jahrhunderts einfriert und - 100 Jahre später - die Persönlichkeit aus seinem Schädel extrahiert und in ein Raumschiff packt?  Montag fing ich an das erste Buch zu lesen und heute, Freitag bin ich mit dem dritten (und bisher letzten) Buch der Serie fertig geworden... ich denke das sagt schon etwas über das Fesselungspotential dieser Reihe aus.

Soweit meine Kenntnisse ausreichen würde ich sagen, dass es sich hier definitiv um Hard-SciFi handelt, alles was dort erwähnt wird ist technisch zumindest vorstellbar und soweit mein Verständnis reicht nicht völliges technobabbel, was zumindest bei mir definitiv zum erhöhten Fesselungsgrad beigetragen hat. Das schöne ist: Jeder Nerd wird sich in dem Buch vermutlich selbst wiedererkennen.

Falls dieser Post also mal irgendwann von irgendwem gelesen wird kann ich nur eine klare Empfehlung aussprechen: Hol! Dir! Das! Buch!

Donnerstag, 5. Juli 2018

Aeronaut Pinguin

Mal was ganz anderes....
Ich habe ja außer dem PC auch noch ein paar andere Hobbies, unter anderem der Modellbau mit dem ich mich jetzt schon seit bestimmt 20 Jahren beschäftige. Bisher war ich immer eher in der fliegenden Zunft anzutreffen, so ziemlich genau vor einem Jahr wollte ich aber mal etwas neues probieren:

Ich stolperte durch einen Eintrag in irgend einem Forum über eine Bausatz-Serie von Aeronaut die anscheinend seit 50 Jahren oder mehr nahezu unverändert produziert und angeboten wird, darunter auch das Segelboot "Pinguin". Ich muss vorweg nehmen, dass ich schon immer ein Faible für Segelboote und Schiffe hatte, und der "Antikmodellbau" dabei auch noch eine enorme Faszination auf mich ausübt. Nachdem (oder besser: ob wohl) ich im Netz nahezu nichts zum Pinguin gefunden habe und die einzigen Informationen aus diversen Foren lautetten "dat is nix für Anfänger" habe ich mir den Bausatz trotzdem geordert. Bausatz, das stellte sich dann nach der Lieferung heraus, ist auch etwas übertrieben: Es müsste eigentlich eher Materialpackung heißen. Der angehende Schiffseigner erhält einen überraschend großen Karton randvoll mit viel, sehr viel Holz, einer kurzen (aber guten!) Anleitung und einem sehr detaillierten Plan dem man eigentlich alles relevante entnehmen kann.









Das besondere an dem Pinguin ist, dass er (eigentlich "sie", es ist ja schließlich ein Boot) in einer Zeit entworfen wurde als Fernsteuerungen noch "Neuland" waren, dementsprechend ist natürlich auch kein Einbau im Plan vorgesehen, sondern statt dessen eine wirklich genau so simple wie clevere Selbststeueranlage die das Boot am Wind halten soll: Das Großschot wird über einen Leuwagen geführt und an der Pinne befestigt, drückt der Wind jetzt in das Segel (und damit das Boot vor den Wind), zieht die Großschot an der Pinne und steuert so wieder mehr in den Wind.

Hier ist die "Selbststeueranlage" ganz gut zu sehen


Nach nun fast einem Jahr ist es nun so weit, ich habe endlich die Zeit und Muße gefunden zumindest provisorische (und etwas kleinere als im Plan vorgeschlagene) Segel zu schneidern und eine erste Testfahrt zu wagen.

Tja, was soll ich sagen? Die / der Pinguin schwimmt, aber an segeln war absolut nicht zu denken. Trotz vieler Versuche war es absolut nicht möglich den Pinguin auf einen halbwegs funktionalen Kurs über den Teich zu schicken, es fing immer vielversprechend an, nur um dann nach ein paar Metern zuerst im massivem anluven und anschließend hilflosen Kreiseln auf dem See zu enden.

Ich werde nun doch eine minimale RC Anlage (nur Ruder) einbauen und dann hoffentlich in ein paar Tagen einen neuen Versuch wagen können...




UPDATE Freitag der 13.07.2018



Und der / die Pinguin segelt doch!

Wie bereits angekündigt habe ich eine einfache RC Anlage (nur Ruder) eingebaut und wollte das ganze heute bei mildem Wind, Sonnenschein und schönem Wetter testen... ausgerechnet an einem Freitag den 13.!

Also ausgepackt und den Pinguin mit einem samften Schubs seinem Element übergeben. Nach etwa 50 Metern war eines klar: Das Ruder hat nahezu 0 (NULL) auswirkung auf den Kurs.... nach wenigen Minuten fiel dem Autor dieser Zeilen allerdings auf, dass, sobald ich die Finger von der Fernsteuerung ließ, das Boot sauber an den Wind drehte und mit leichter Krängung einen mehr oder weniger geraden Kurs in Richtung "anderes Ufer" einschlug. Also: Antenne wieder einschieben und losmaschieren...

Am anderen Ende des Teiches konnte ich den Pinguin dann an genau der erwarteten Stelle einsammeln.

Fazit:

Die RC Anlage fliegt wieder aus, die Pinne wird festgezurrt und dann geht es wieder an den Teich... Modellsegeln 50s Style!



Noch ein paar Impressionen:




 

 

Montag, 25. Juni 2018

Ein Wochenende mit OpenBSD 6.3

Tja, was soll ich sagen? Es läuft...

Ok, das wäre jetzt vielleicht etwas zu kurz für einen neuen Blogeintrag, würde es aber ganz gut treffen. Nachdem ich sämtliche Daten aus meiner Linuxinstallation auf den OpenBSD Laptop kopiert, und alle benötigten Programme nachinstalliert hatte lässt sich wirklich das ganz unspektakuläre Fazit ziehen: Es tut was es soll.

Was mir im Vergleich zu 6.2 aufgefallen ist, ist die deutlich bessere Performance auf älterer Hardware (meine Installation läuft auf einem Thinkpad R60), jetzt ist ein Arbeiten mit libreoffice völlig schmerzfrei möglich und auch Firefox ist auf medienintensiven Seiten wieder benutzbar geworden, Doom läuft auch, also was will man mehr?

Donnerstag, 21. Juni 2018

OpenBSD 6.3 auf dem Desktop


Ich bin nun schon seit fast 20 Jahren im Linux Umfeld unterwegs (oh Mann, ich werde alt...) und muss sagen, die aktuelle Richtung in der sich die Mainstream Distributionen entwickeln gefällt mir absolut nicht, irgendwie geht das 'Feeling' von früher verloren... böse Stimmen könnten auch behaupten alles wird zu leicht und schmerzfrei.

Zeit mal wieder etwas neues auszuprobieren! Die Philosophie von OpenBSD hat mir schon immer zugesagt, weshalb ich auch in den letzten Jahren öfter mal einen Blick über den Tellerrand gewagt hatte, was mir zuerst 6.1 und dann 6.2 auf die Platte beförderte, beides konnte sich aber nie auf Dauer halten. Da mir das derzeit auf meinem heimischen Produktivsystem installierte Ubuntu Mate in letzter Zeit zunehmend Schwierigkeiten bereitet möchte ich hier nun die (hoffentlich finale) Migration auf OpenBSD 6.3 dokumentieren.

 Da ich gerade unter einem akuten Mangel an freien USB Sticks leide habe ich das ISO ganz nach altväterlicher Sitte auf eine CD gebrannt und mich durch den nach wie vor gewöhnungsbedürftigen aber eigentlich unkomplizierten Installer gehangelt. Sofern man keine Sonderwünsche bei der Partitionierung hat kann man getrost überall die Default Werte stehen lassen. Nachdem der Installer dann seine Sets von einem Mirror bei mir in der Nähe geladen hat und ein paar der üblichen Fragen (root Passwort, anlegen eines normalen Users...) beantwortet wurden stand nach etwas über 10 Minuten der post-installations-reboot an.

Nach dem grafischen Login landet man wie auch schon bei den vorangegangenen Versionen von OpenBSD im zwar spartanischen aber gut nutzbaren fvwm:




Da ich durch meine Zeit beim Pinguin schon etwas verwöhnt bin was grafische Oberflächen angeht (nichts gegen fvwm... aber hübsch isser nu nicht...) befördert mir das folgende Kommando einen XFCE Desktop und einen netten kleinen Editor auf die Platte:

"pkg_add nano consolekit2 xfce xfce-extras"


Jetzt werden noch zwei Konfigurationsdateien angepasst:

- In der rc.conf.local ergänze ich folgendes:

apmd_flags="-A" 

und 

pkg_scripts="messagebus"


Als normaler User erstelle ich in meinem Home Verzeichnis dann noch ein .xsession File um zuerst Consolekit und anschließend das XFCE Desktop zu starten:

exec ck-launch-session startxfce4


Als krönender Abschluss lasse ich dann nochmal syspatch laufen um mir alle seit dem Release angesammelten Patches für das System zu ziehen und zu installieren.

Nach einem Reboot (der 2. Während der ganzen Installation... versucht das mal mit Windows!) und seit dem Einlegen der Installations-CD vergangenen 30 Minuten habe ich nun einen voll funktionsfähigen und optisch ansprechenden  Desktop vor mir und kann beginnen die ganzen benötigten Anwendungen zu installieren und die (viel zu große) Sicherung meines Home-Directories zurück zu kopieren:









We are Legion (We are Bob)

Über die letzten Jahre habe ich mehr und mehr gemerkt, dass ich die SciFi gemieden habe, irgendwie teilte sich das Genre immer mehr in wirkl...